Dark Fiction – Schreibprozess | Mai 2026
Autor*in
Shino Tenshi
Beschreibung
All meine Schreibprojekte. Ich schreibe an 7 verschiedenen Projekten, die ich über die Wochentage verteile.
Errungenschaften
📈 Schreibfortschritt
- Schreibziel: 31000 Ausgewählter Monat: Mai 2026 Aktive Tage: 1 von 31 Tagen Längester Streak: 1 Tage Verbleibende Tage: 30 Gesamtzahl der bisher geschriebenen Wörter: 1435 Wörter im Durchschnitt (Gesamt): 46.29 Wörter im Durchschnitt (an aktiven Tagen): 1435 Fehlende Wörter bis zum Ziel: 29565 Zielerreichung bei gleichbleibender Wortzahl pro Tag in 21 Tagen Höchster Tageswert: 1435 Wörter pro Tag bis zum Ziel: 986 Berichtete Tageswerte: 1. Mai 2026: 1435
Genre
roman
Textauszug
„Schon einmal von Anklopfen gehört?“ Marek kehrte sofort wieder an Adrians Seite zurück, dessen Kopfschmerzen all seine Gedanken durchstießen. Es waren so viele hier und der Gestank von Tod und nassem Hund flutete seine Wahrnehmung, dass er seine Bücher gar nicht mehr riechen konnte. „Wir haben ein wenig härter geklopft.“ Luziel zuckte mit den Schultern und blieb an Azraels Seite. Wenn man sie so sah, konnte man durchaus glauben, dass Mareks oder Valerias These richtig war. Sie waren einander zugewandt, als müssten sie sich vor einem Angriff in Acht nehmen. War der Frieden doch nur Schein? „Wo ist das Blut?“ Azrael ging gar nicht auf den Vorwurf ein und streckte seine Hand nach Adrian aus. Die gleiche Geste wie damals von Valeria. In solchen Momenten konnte er Mareks Ablehnung den Vampiren gegenüber verstehen. Azraels erhobenes Kinn und die Arroganz in seinem Blick trieben Adrian die Galle hoch. „An der Scheibe von Amelies Wohnung.“ Er war es leid. Es war sein Beweis und er gab ihn nicht her. Niemand hielt sie davon ab, dass sie es sich selbst holten. Nur weil er ein Mischling war, musste er sich nicht ihnen unterwerfen. Azraels Lächeln wankte und verlor seine Leichtigkeit. Die Hand zog sich zurück. „Ich brauche deine Worte nicht, Vamfer.“ Azrael trat auf den Schreibtisch zu und griff nach der Phiole, die zwischen all den Akten lag. Marek war schneller. Er fasste Azraels Arm und stoppte das weitere Vordringen. „Was bildest du dir ein, Untoter?“ Diese Frage breitete sich wie ein kalter Nebel im Raum aus. Azraels Blick lag auf Marek und der Druck um sie herum wuchs. Adrian sah das Blitzen der Fangzähne und wie sich die festgehaltene Hand anspannten. Adern zeichneten sich unter der Haut ab. Azraels Lächeln wankte und zuckte. Mordlust huschte durch die roten Augen. Marek blieb und hielt ihn weiter fest. Adrian roch das Adrenalin, das durch die Adern seines Freundes pumpte und erkannte auch die feine Gänsehaut, die sich über den Körper legte. Aber er zog sich nicht zurück. Es war Luziel, der die Spannung zerriss. „Hey, hey. Wir sind nicht hier, um irgendwie Ärger zu machen oder gar zu kämpfen. Aber ... die neusten Erkenntnisse haben uns neugierig gemacht. Azrael ... lass es gut sein.“ Azraels Blick sprang zu Luziel. Adrian war sich nicht sicher, was er in dem Gesicht des Oberhauptes las, aber ihm war bewusst, dass Azrael Luziels Bitte nicht nachgeben konnte. Nicht, wenn er sein Gesicht als Oberhaupt behalten wollte. „Wir wollen die Mischlinge und das Blut. Azrael wird den Vamfer aufnehmen. Wir den Werir, damit sie vor dem Täter geschützt sind.“ Luziel trat einen Schritt auf sie zu. Azrael befreite sich mit einem Ruck aus Mareks Griff und entfernte sich vom Tisch. Adrians Kopfschmerzen hämmerten immer noch hinter seiner Schläfe und dieser Gestank machte es nicht besser. Jeder Gedanke entzog sich ihm und er versuchte verzweifelt, die Forderung der beiden Anführer zu verstehen.
